Angelica Schwall-Düren unterschreibt BUND-Aufruf gegen Atomkraft
05.10.2009: Ebenso wie mehr als 52.000 Bürgerinnen und Bürger hat die Coesfelder Bundestagsabgeordnete Angelica Schwall-Düren den offenen Brief der Umweltorganisation BUND an die neue Bundesregierung unterschrieben.
Damit fordert die Abgeordnete die Politiker von CDU, CSU und FDP auf, am Atomausstieg festzuhalten: "In Deutschland gibt es einen breiten Konsens darüber, am Atomausstieg festzuhalten. Jede Änderung daran würde das Vertrauen der Menschen enttäuschen", kritisierte Angelica Schwall-Düren. Sie fügte hinzu: "Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz müssen Vorrang vor der Profitgier der Energiekonzerne haben."
Der Aufruf gegen Atomkraft kann auf der Homepage des BUND www.bund.net unterschrieben werden. Hier ist der Wortlaut des Briefes:
Sehr geehrte Frau Merkel, sehr geehrter Herr Seehofer, sehr geehrter Herr Westerwelle,
CDU, CSU und FDP haben die Bundestagswahl nicht wegen, sondern trotz ihrer Position zur Atomenergie gewonnen. Nach allen aktuellen Umfragen lehnt eine deutliche Mehrheit der Bundesbürger/innen Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke ab.
Mehr als drei Jahrzehnte lang hat die Auseinandersetzung um die Atomkraft die Republik erschüttert und tief gespalten. Erst der 1999 zwischen Bundesregierung und Energiekonzernen vereinbarte Atomkonsens hat dem gesellschaftlichen Konflikt einen Teil seiner Schärfe genommen. Jede Laufzeitverlängerung für Atomreaktoren wird die notdürftig zugeschütteten Gräben des Konflikts wieder aufreißen und zur Renaissance des Anti-Atom-Protests führen.
Um den gesellschaftlichen Frieden zu bewahren und die Energiewende zu sichern, fordern wir Sie auf: • Sorgen Sie dafür, dass die sieben ältesten, besonders unsicheren Atomkraftwerke und der Pannenreaktor Krümmel jetzt vom Netz gehen! • Ziehen Sie einen Schlussstrich unter die jahrzehntelangen Lügen, die den Ausbau des völlig ungeeigneten Salzstocks Gorleben zum Endlager begleitet haben! Starten Sie eine neue, vergleichende Standortsuche nach klaren Kriterien. • Stärken Sie den Ausbau der Erneuerbaren Energien und fördern Sie Energieeffizienz: Jedes Aufweichen des Atomausstiegs zerstört die Investitionssicherheit dieser Zukunftsbranchen. Sollte Ihre Regierung den Atomausstieg jetzt nicht endlich vollziehen, werden wir uns an den zu erwartenden, massiven Protesten der Anti-Atom-Bewegung beteiligen.

