Angelica Schwall-Düren spricht in Danzig über Willy Brandt
16.06.2010: Vortrag in Danzig im Rahmen der Veranstaltung "Versöhnung als Brücke in die Zukunft - Willy Brandt als Vordenker für Europa”
Angelica Schwall-Düren mit Janusz Sniadek, Vorsitzender der NSZZ Solidarnosc
Angelica Schwall-Düren sprach gemeinsam mit dem Danziger Stadtpräsidenten Pawel Adamowicz zum Thema "Auf dem Weg nach Europa - Willy Brandt als Vordenker der neuen Außenpolitik".
Sie sprach zu Willy Brandt und Solidarnosc, Willy Brandt als Antifaschist und Antikommunist, Willy Brandt und Europa, Willy Brandt und Polen sowie zu seiner Ostpolitik. Frau Schwall-Düren gab abschließend einen Ausblick auf die Ostpolitik der EU. Hier finden Sie einige Zitate, als Download finden Sie die ganze Rede.
Angelica Schwall-Düren mit Knut Dethlefsen, Leiter der FES Warschau, Jaroslaw Szczukowski, Vorsitzender der SLD Pommern und Tomasz Bojar-Fijalkowski, Vorsitzender des Ausschusses für Internationale Angelegenheiten der SLD Pommern.
"Dass Willy Brandt ein Vordenker einer neuen Außenpolitik Deutschlands war, ist unstrittig. Sein Kniefall vor dem Denkmal des Warschauer Ghettos gilt in Deutschland als Symbol für die Übernahme der Verantwortung Nachkriegs-Deutschlands für die in Polen begangenen Nazi-Verbrechen. Für die jüngere Generation ist dieser Kniefall meist die einzige Assoziation zu Willy Brandt."
"Seine bemerkenswerte Lebensgeschichte und sein ungebrochener Einsatz für Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität haben mich persönlich sehr bewegt und als junge Frau motiviert, mich in der SPD zu engagieren. Bis heute ist er ein großes Vorbild für mich."
"Sein Verständnis für Europa und für gute Nachbarschaft ist nicht erst in den 1970ern entstanden. Seine Zeit im Exil während der Zeit des Nationalsozialsozialismus und des Zweiten Weltkrieges prägten Willy Brandt schon früh."
Angelica Schwall-Düren mit Joachim Bleicker, Generalkonsul in Danzig
"Willy Brandt ist für mich bis heute ein Vorbild für Versöhnung, Frieden und Vertrauen. Selbst in den schwierigsten Zeiten resignierte er nicht, sondern kämpfte für die Fortsetzung der Entspannungspolitik. Er hat mit seiner Politik dazu beigetragen, dass Spannungen in Europa dauerhaft abgebaut wurden. Wir sind aufgerufen, seinem Erbe gerecht zu werden."

