Wahlkreis Coesfeld - Steinfurt II
Mein Wahlkreis umfasst den westlichen Teil des Münsterlandes. Zu ihm gehören die Menschen aus dem Kreis Coesfeld sowie den Gemeinden Altenberge, Nordwalde und Laer im Kreis Steinfurt. Wir Münsterländer, aber auch unsere Gäste, genießen die abwechslungsreichen Natur dieser Region Westfalens auf langen Wanderungen und Radtouren. Allerdings ist mein Wahlkreis mehr als nur ein Fleckchen Landidylle in der Nähe der Niederlande. Wir sind Powerregion und Parklandschaft.
- Vernünftig und miteinander
- Wachstum im Wandel
- Tiger im Münsterland
- Überdurchschnittlich wirtschaftsstark
- Vorbild im Strukturwandel
- Menschliches Miteinander
- Mehr als eine Ganztagsschule
- Ausbildungsangebot weiter ausbauen
- Die Reformen fortsetzen: konsequent und menschlich
- Familie, Kinder und Beruf: keine Entweder-oder-Entscheidung
- Die ältere Generation: mit Sicherheit anerkannt
- L(i)ebenswerte Landschaft
- Angelica Schwall-Düren über das Zwischenlager Ahaus
- ...über die Verkehrsplanung zur Bundestraße 474n
- ...über die Chancen im Fremdenverkehr
- Die Leeze - oder Fahrrad, wie der Nichtmünsterländer sagt
- Von wegen plattes Land
- Und die Küche erstmal!
- Wir im Wahlkreis
- Regelmäßige Sprechstunden
- Aus Tradition: Im Sommer wird geradelt
- Drei Voraussetzungen für gute Wahlkreisarbeit
Das Münsterland ist eine wirtschaftlich starke und sozial intakte Region.
Einblicke in meine Arbeit im Wahlkreis Coesfeld-Steinfurt II Autor: Karl Piberhofer - Kamera, Ton und Schnitt: Olaf Merker - © 2009 píberhofer K produktíon
1. Mai 2009: Im Gespräch mit Gewerschaftern im Kreis Coesfeld.
Wachstum im Wandel
Viele Menschen denken beim Münsterland noch heute an Wiesen und Felder, bäuerliche Betriebe und Streusiedlungen. Mancher erinnert sich an alles dominierende Textilunternehmen. Nun, das ist nicht ganz falsch: In meinem Wahlkreis haben jahrhunderte lang Landwirtschaft, Handwerk und die Bekleidungsindustrie das Wirtschaftsleben geprägt. Doch mit dem Strukturwandel in den 70er-Jahren ist aus dem früher eher einseitig ausgerichtetem Gebiet ein Wachstumsprimus geworden. Ein Primus, der auf vielen Standbeinen die Zukunft im Auge hat. Mittelständisch geprägte und hoch innovative Industrie- und Handwerksbetriebe sowie Handels- und Dienstleistungsunternehmen haben neue nationale und internationale Märkte erschlossen.
Tiger im Münsterland
Der Kreis Coesfeld ist der am schnellsten wachsende Kreis in Nordrhein-Westfalen, der außerdem mit seiner wirtschaftlichen Dynamik zur Spitzengruppe in Deutschland zählt. Der "Tiger im Münsterland" wird er deshalb oft genannt.
Besuch bei WESTFLEISCH in Coesfeld.
Überdurchschnittlich wirtschaftsstark
Besonders der Dienstleistungssektor hat zu dem Wachstum beigetragen. Und sogar in der Industrie ist die Beschäftigung um zwei Prozent gestiegen. Außerdem ist die wirtschaftliche Leistungskraft vor allem Ende des 20. Jahrhunderts überdurchschnittlich gestiegen: um 31 Prozent. Im ersten Halbjahr 2005 sind die Unternehmensinsolvenzen im Kreis Coesfeld um 33 Prozent zurückgegangen. Und im Jahr 2004 wurden 1.474 Gewerbe angemeldet: so viele wie nie zuvor seit Einführung der bundeseinheitlichen Gewerbeanzeigenstatistik.
Auch im Kreis Coesfeld gibt es Probleme. Die Schuldnerberatung der Diakonie in Dülmen berät Menschen in finanziellen Schwierigkeiten.
- der Wagemut der sich in einer hohen Selbstständigkeitsquote zeigt: 14 Prozent - das ist die höchste in Deutschland;
- die Flexibilität der vielen kleinen und mittelständischen Betriebe. Fast alle sind inhabergeführt und viele Marktführer in ihrem Bereich.
- die Bildungsbereitschaft der jungen Bevölkerung, für die es gute Schulen und einen zufrieden stellenden Lehrstellenmarkt gibt, und der breite Branchenmix in einer Region, die ihrer Nähe zu den Niederlanden und dem Ruhrgebiet profitiert: Das schnelle Erreichen der Ballungsgebiete ist eine echte Trumpfkarte.
- eine ausgesprochen kreative Mischung aus positiven Ausgangsbedingungen und Gestaltungswillen. Damit haben es die Menschen und Unternehmen in meinem Wahlkreis in den letzten Jahrzehnten immer selbst geschafft, strukturellen Veränderungen erfolgreich zu begegnen.
Vorbild im Strukturwandel
Das galt zum Beispiel für den Verlust der Textilindustrie. Heute ist es ein anderes Thema: Konversion. Denn unsere Region ist nach Standortschließungen der Bundeswehr und der NATO-Partner zu einer nahezu militärfreien Zone geworden. Und viele Arbeitsplätze sind dabei weggefallen. Aber: Der Kreis Coesfeld hat Erfahrungen im Strukturwandel. Wir gelten im Ruhrgebiet als Vorbild. Nicht zuletzt, weil auch ein Strukturwandel im Kopf stattgefunden hat. Wir finden Lösungen.
Die Entbürokratisierung des Handwerksrechts, die Reformen am Arbeitsmarkt und die Steuerreform der letzten Legislaturperiode: All dies hat Deutschland international noch wettbewerbsfähiger gemacht. Dies kommt besonders dem in der Grenzregion liegenden Kreis Coesfeld und den Gemeinden Altenberge, Nordwalde und Laer zu Gute. Wir sind pragmatisch
Am Gymnasium Canisianum wird die Zukunft entwickelt: das Elektroauto.
Auch andere Straßenbaumaßnahmen im Wahlkreis werden realisiert. So die Bundesstraße 67n als leistungsfähige Ost-West-Verbindung und die Bundesstraße 525 als wichtige Umgehungsstrasse. Beide tragen zur besseren Erreichbarkeit der Region bei.
Menschliches Miteinander
Im Bereich Arbeitsplatzschaffung und Bildung ist in den letzten Jahren einiges getan worden. So hat der Bund mit dem Ganztagsschulprogramm und dem Tagesbetreuungsgesetz einen wichtigen Impuls gegeben. Im Zuge des Vier-Milliarden-Programms der SPD-geführten Bundesregierung hat auch der Kreis Coesfeld profitiert.
Zum Miteinander gehört im Münsterland auch das Radfahren.
Mehr als eine Ganztagsschule
Neben der Ganztagsgrundschule betreuen in Laer fünf von sieben Kindergärten bis 16.30 Uhr. Außerdem gibt es eine Elterninitiative, die Kinder von vier Monaten bis sechs Jahren aufnimmt. Ist es da ein Wunder, dass Laer zu den Spitzenreitern bei der Geburtenrate gehört? Mit 13,5 Neugeborenen pro 1.000 Einwohner ist es die geburtenreichste Kommune in Nordrheinwestfalen. Der Bundesdurchschnitt liegt bei nur 8,7. Auch in Billerbeck und Dülmen gibt es bereits erfolgreiche, offene Ganztagsgrundschulen. Überall gilt: Ganztagslernen sorgt für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und stärkt unsere Kinder. Auch in Altenberge startete die "Offene Ganztagsschule". Mit 81 Anmeldungen! Startschuss für die Kleinen
Kinder haben ein Recht auf gute Bildung.
Ausbildungsangebot weiter ausbauen
Ein weiteres wichtiges Anliegen: die Zahl von Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz zu verringern. Sie ist zwar deutlich geringer als in den Nachbarregionen. Vor allem durch den Ausbildungspakt wurden zusätzliche Ausbildungsplätze für Jugendliche im Kreis geschaffen. Das waren und sind positive Anstrengungen, aber es kann und muss noch mehr in diesem Bereich geschehen. Das Ziel: in den kommenden Jahren im Dialog mit Unternehmen für zusätzliche Lehrstellen sorgen.
Die Reformen fortsetzen: konsequent und menschlich
Diese konsequenten, den Sozialstaat für die Schwächeren in unserer Gesellschaft bewahrenden Reformprozesse müssen fortgesetzt werden. Denn es fehlt trotz der erzielten Fortschritte noch immer an beruflichen Perspektiven für junge Menschen. Außerdem wir sind noch weit davon entfernt, ausreichend Ganztagsschulen und Betreuungseinrichtungen für Unter-Drei-Jährige anbieten zu können. Deshalb müssen wir die Ganztagsbetreuung für die Kleinen weiter ausbauen.
Auf dem Photo v.r.n.l.: Angelica Schwall-Düren, Manuela Schwesig, André Stinka (Vorsitzender der SPD-Fraktion im Kreistag Coesfeld) und Carsten Rampe (Ratsmitglied in Billerbeck) beim SPD-Bundesparteitag im November 2009
Familie, Kinder und Beruf: keine Entweder-oder-Entscheidung
Die Frauenerwerbsquote ist auch bei uns im Münsterland noch zu niedrig. Familie, Kinder und Beruf dürfen für Frauen keine Entweder-oder-Entscheidungen bedeuten. Schon aus diesem Grund müssen wir noch mehr tun für den Ausbau an Bildungs- und Betreuungsangeboten.
Die ältere Generation: mit Sicherheit anerkannt
Auch im Bereich der Unterstützung für ältere Mitbürger wurden Fortschritte erzielt. Mit dem Grundsicherungsgesetz der rot-grünen Bundesregierung wurde sichergestellt, dass vor allem Renterinnen und Rentner eine angemessene finanzielle Absicherung erhalten. Das ist gut für die ältere Generation - gerade auch im westlichen Münsterland, wo wir die Leistungen, das Wissen und die Erfahrungen unserer Senioren sehr schätzen.
L(i)ebenswerte Landschaft
Umweltschutz ist ein zentrales Thema in unserem Wahlkreis. Denn wir haben und wollen eine liebenswerte und lebenswerte Landschaft erhalten. Wegen des Atommüll-Zwischenlagers in Ahaus ist die Atomenergienutzung deshalb bei uns im Blickpunkt des Interesses.
Welche Auswirkungen wird der Klimawandel im Münsterland haben?
Angelica Schwall-Düren über das Zwischenlager Ahaus
Ich unterstütze die schnellstmögliche Schließung dieses Zwischenlagers. Deshalb dürfen die von der rot-grünen Bundesregierung festgelegten Restlaufzeiten der Atomkraftwerke nicht rückgängig gemacht werden. Wir von der SPD haben es erreicht, dass die Große Koalition trotz der von der Union verlangten Verlängerung beim vereinbarten Atomausstieg geblieben ist.
...über die Verkehrsplanung zur Bundestraße 474n
Auch eine geplante Ausweichstrecke für Verkehr in die Niederlande und nach Norddeutschland hat mich als Umweltschützerin auf den Plan gerufen. Der Bau der Ortsumgehung B474n um Olfen konnte verhindert werden. Seit Jahrzehnten protestierten viele Anwohner in meinem Wahlkreis gegen die Baupläne der Bundesstrasse dieser Umgehungsstrasse, denn sie hätte Schwerlastverkehr in die Region geholt und zusätzlich zu erheblichen ökologischen Belastungen geführt. Als Kompromiss gibt es eine örtliche Umgehungsstrasse, die Kreisstrasse 9. Sie entlastet nun den Westen des Ortes, ohne gleichzeitig Schwerlastverkehr anzuziehen.
...über die Chancen im Fremdenverkehr
Um die Region für den Tourismus, aber auch für seine Bewohner liebens- und lebenswert zu bewahren, muss der Umwelt- und Heimatschutz konsequent Thema der Politik bleiben. Denn die touristischen Möglichkeiten für die Besucher im Kreis Coesfeld sind vielfältig. Die münsterlandtypische Parklandschaft mit den vielen Rad- und Wanderwegen, dem Venner Moor, aber auch zahlreichen historischen Schlössern, Wasserburgen und Adelssitzen lädt Gäste zum Besuch ein. In meinem Wahlkreis lockt beispielsweise das barocke "westfälische Versailles": Schloss Nordkirchen. Und die Burg Hülshoff in Havixbeck und die bestens erhaltene mittelalterliche Ringmantelburg Vischering in Lüdinghausen sind lohnende Ziele. Außerdem gibt es zahlreiche spannende Ausstellungen im Sandstein-Museum Havixbeck, im Münsterland-Museum auf Burg Vischering und beim Kunstverein Münsterland in Coesfeld.
Die Leeze - oder Fahrrad, wie der Nichtmünsterländer sagt
Das ideale Fahrzeug, um das Münsterland kennen zu lernen, ist natürlich die "Leeze". So nennen wir Münsterländer unsere Fahrräder. Es stimmt tatsächlich: Das Münsterland ist ein Radwanderparadies in Deutschland mit zahlreichen gut beschilderten Routen und neu angelegten Radwegen. Radwanderer gehören zu jedem Ortsbild dazu. Die einen fahren damit zu Arbeit in die Zentren der Kommunen und die Gewerbegebiete. Die anderen genießen ihre Freizeit auf zwei Rädern. Ruhige Wege führen vorbei an Bauernhöfen und Mühlen, an Kirchen und Ackerbürgerhäusern. Auf mehrere tausend Kilometer schätzen Insider die ausgeschilderten Strecken. Und das ist gewiss: Sie machen das Radwandern im Münsterland zum Erlebnis.
Von wegen plattes Land
Spätestens bei einer Tour in die Baumberge staunen diejenigen, die beim Münsterland an eine ausschließlich platte Gegend denken. Eine Hügelkette zieht sich hier vom Westen Coesfelds bis nach Münster. Von hier aus hat man einen herrlichen Ausblick über die region und kann ausgedehnte Wanderungen durch die Wälder unternehmen.Seit Generationen wird hier Sandstein gewonnen. Viele Bauwerke aus dem heimischen Werkstoff finden sich in den historischen Ortskernen von Havixbeck, Billerbeck und Nottuln.
Hochgebirge sind im Münsterland nicht zu finden.
Und die Küche erstmal!
Das Münsterland hat auch kulinarisch etwas für seine Gäste zu bieten. Deftige Pfannengerichte und eine kräftige Wurstplatte mit Pumpernickel sollte jeder Besucher unbedingt probieren. Außerdem gilt das Münsterland als Backstube Westfalens. Das Bier aus einer der lokalen Brauereien und ein Korn aus regionalem Destillat dürfen dabei natürlich nicht fehlen.
Wir im Wahlkreis
In den sitzungsfreien Wochen und vor allem an den Wochenenden bin ich in der Regel in meinem Wahlkreis im Münsterland. Zwischen Nordwalde und Dülmen, Rosendahl und Ascheberg suche ich den Kontakt zu meinen Wählerinnen und Wählern. Und auch zu denjenigen, die mich bisher nicht gewählt haben.
Von 1980 bis 2000 ist die Bevölkerung im meinem Wahlkreis um 25 Prozent gewachsen. Zur Bundestagswahl 2002 wurde er deshalb verkleinert. Andererseits: Mit mehr als 30 Städten und Gemeinden und rund 218.000 Einwohnern gehört der Kreis Coesfeld zu den von der Zahl der Menschen her kleineren in Nordrhein-Westfalen.
Regelmäßige Sprechstunden
Bei regelmäßigen Sprechstunden stehe ich den Bürgern und Bürgerinnen für Gespräche zur Verfügung. Oft werde ich auch gebeten, in Podiumsdiskussionen die Politik der Bundesregierung und meiner Bundestagsfraktion zu erläutern. Gerne folge ich außerdem Einladungen von Vereinen, bürgerschaftlichen Initiativen, Firmen, sozialen Einrichtungen und anderen Institutionen.
Mit dem Betriebsrat der Schmitz Cargobull AG bin ich im ständigen Kontakt.
Aus Tradition: Im Sommer wird geradelt
Traditionell mache ich in diesem Zusammenhang jeden Sommer eine Fahrradtour durch meinen Wahlkreis, bei der ich Kontakte zu den Menschen im Kreis suche, weil mir diese Bürgernähe ein besonders wichtiges Anliegen ist. Bei all diesen Terminen steht der Dialog im Vordergrund, der mir hilft, Einblicke in die Situation vor Ort gewinnen zu können.
Aber auch in den anderen Wochen des Jahres gilt: Der Draht zu den Menschen in meinem Wahlkreis liegt mir besonders am Herzen. Ich beantworte täglich viele Bürgeranfragen, wobei mich meine Büros in Altenberge, Dülmen und Berlin unterstützen. Ich möchte mich in Berlin konsequent für das Münsterland einsetzen und nehme deshalb aus den Gesprächen in meinem Wahlkreis Anregungen mit nach Berlin, lasse Erfahrungen aus meinem Wahlkreis in die bundespolitische Arbeit einfließen und informiere meine Gesprächspartner so umfassend wie möglich.
Drei Voraussetzungen für gute Wahlkreisarbeit
Drei Voraussetzungen hat gute Wahlkreisarbeit: ein gutes Team, ein gutes Team, ein gutes Team. Denn nicht nur die Termine und Anfragen müssen koordiniert werden. Dabei helfen mir meine beiden Mitarbeiterinnen in den Abgeordnetenbüros in Dülmen und Altenberge. Zusätzliche Hilfe erhalte ich aber auch aus den verschiedenen SPD-Ortsvereinen und -Ratsfraktionen der Gemeinden und Städte meines Wahlkreises. Insbesondere bei der Organisation von gemeinsamen Veranstaltungen vor Ort sind ihre Erfahrungen und Kontakte von unschätzbarem Wert. Deshalb an dieser Stelle einmal ausdrücklich: "Danke euch allen!"





